Grußwort

Das kleine Ländchen, die Halbinsel im Südosten der Insel Rügen, feiert in diesem Jahr ein bedeutendes Jubiläum. Vor 750 Jahren, im März 1252 verkaufte der wendische Fürst Jaromar II. den nördlichen Teil der Halbinsel an das Zisterzienserkloster Eldena bei Greifswald



Die Mönche des Klosters beschränkten sich nicht nur auf die Verbreitung des Christentums. Durch ihre Ansiedlung von Landbevölkerung aus Westeuropa, die moderne Ackergeräte, Sämereien, aber auch fortschrittliche Anbaumethoden mitbrachten, nahmen Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe einen deutlichen Aufschwung. Die Zisterziensermönche prägte durch ihr Wirken von 1252 bis zur Auflösung der Klöster im Jahre 1534 maßgeblich die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Halbinsel, die dennoch bis heute "Mönchgut" genannt wird. Nach der Herrschaft des Klosters Eldena bei Greifswald folgte eine wechselvolle Geschichte mit der Regenschaft unterschiedlicher Landesherren. Bis zum ende des 19.Jahrhunderts lebten die Mönchguter ausschließlich von Landwirtschaft und Fischerei. Dem kargen Boden konnte bei dem rauhen Klima nur bei größtem Fleiß und Zähigkeit die ernte abgerungen werden. Erst der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelnde Fremdenverkehr brachte einen deutlichen Wandel der Lebensverhältnisse.

Die unberührte Natur und die einmalige reizvolle Landschaft eröffneten jetzt den Einwohnern neue Perspektiven. Ca. 1.300.000 Gästeübernachtungen im Jahr 2000 belegen diese wirtschaftliche Entwicklung, aber auch die hohe Nutzung der Umwelt.

Voraussetzung für eine zukunftsorientierte Tourismuswirtschaft ist jedoch die Bewahrung der Natur. Ich wünsche, dass es den Gemeinden gelingt, diese beiden so bedeutsamen Erfordernisse miteinander in Einklang zu Bringen




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